CANCER DIARY #3: Hodgkin-Lymphom - Chemotherapie

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Hodgkin-Lymphom: mein Leben mit dem Krebs & der Chemotherapie

 

Ja Leute was soll ich sagen… Da bin ich schon fast durch mit meiner Chemotherapie im Kampf gegen mein Hodgkin-Lymphom und dann komme ich jetzt erst dazu, mein Cancer Diary weiterzuschreiben. Ich bin ehrlich mit euch – mich hat in den letzten Monaten eher nicht so die Muse zum Schreiben geküsst. Ich war eher redebedürftig und habe somit meinen YouTube Channel fleißig mit Videos zum Thema Krebs, Chemotherapie, Nebenwirkungen und meinen Alltag während der Chemo gefüllt. Ich habe euch so einiges mitgefilmt und stundenlange Arbeit in meine Videos gesteckt – irgendwie hat mir da sowohl die Zeit, als auch die Motivation zum Schreiben gefehlt. Eigentlich super schade, denn der Blog war bisher immer mein Baby und ich habe es geliebt, mir alles von der Seele zu schreiben. Das möchte ich gerne wieder aufleben lassen und starte heute mal mit einem großen Lifeupdate zu meiner Gesundheit, dem Kampf gegen den Krebs, meiner Chemotherapie und weitere damit zusammenhängende Themen.

First of all will ich euch mal auf meine zwei letzten Blogbeiträge zum Thema Krebs hinweisen – hier geht es zum Blogpost, in dem ich euch von meiner Diagnose und dem Weg dorthin erzählt habe und hier geht es zum Teil 2, in dem ich euch von meinem Stadium erzähle, euch ein Update über die ganzen Voruntersuchungen bis hin zur Chemotherapie gebe und eine Chemo-Checkliste ans Herz lege. Vielleicht seid ihr ja auch ganz neu dabei, dann wären die zwei Blogposts bestimmt auch interessant und sinnvoll vor diesem Beitrag. Ihr seid schon durch mit Lesen? Perfekt, dann können wir ja gleich weiter machen.

 

Zwischen dem Tag meiner Diagnose und dem ersten Tag meiner Chemotherapie lagen etwas über ein Monat Zeitraum. Da ich mich zum Glück „nur“ im intermediären Stadium 2A befand, war es zum Glück nicht ganz so eilig mit der Chemo und ich konnte in Ruhe alle nötigen Arzttermine vor der Chemo erledigen und – ganz wichtig – meine Corona Impfung bekommen. Diese musste ich leider vor der Diagnose ewig vor mich hin schieben, da meine Entzündungswerte im Blut so hoch waren und niemand genau wusste, woher das kam. Vor der Chemo sollte ich mich laut meinem Onkologen aber auf jeden Fall impfen lassen, da eine Infektion während der Chemotherapie böse enden kann. Im Nachhinein war das ein sehr guter Rat – doch später mehr dazu.

 

 

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Meine Chemotherapie: BEACOPP und ABVD

 

Nachdem nun alle meine Arzttermine erledigt waren und ich beide Corona Impfungen bekommen habe, konnte es los gehen mit der Chemotherapie. Da ich dem intermediären Stadium 2A zugeordnet wurde, setzten die Ärzte für mich 4 Chemotherapie Zyklen á 2 Zyklen BEACOPP-eskaliert und 2 Zyklen ABVD an. Das Schema der zwei Chemotherapien ist unterschiedlich und sie unterscheiden sich auch in ihrer „Stärke“. Es werden jeweils unterschiedliche Medikamente verabreicht und auch die Dauer & die Chemotage unterscheiden sich. Hier habe ich euch schon ein ausführliches Video zu der BEACOPP-eskaliert Chemotherapie gemacht, die ich bereits hinter mir habe. Auch zu meiner ABVD Chemo werde ich euch noch ein YouTube Video abdrehen – hier bin ich aber noch nicht ganz durch und habe noch eine Sitzung vor mir.

 

 

Da die BEACOPP Chemotherapie sehr stark ist und auch aus 3 aufeinander folgenden Chemotagen besteht, habe ich mich dazu entschlossen, die Chemo stationär im Krankenhaus zu machen. Ich habe zwar eine enorm große Abneigung zu Krankenhäusern aber weiß jetzt, dass es absolut die richtige Entscheidung war. Ich war die ganze Zeit unter Aufsicht, konnte immer direkt um Rat fragen, hatte ein gemütliches Bett während der langen Infusionen und meine Mama konnte tagsüber die ganze Zeit bei mir sein. Für mich ein absolut wichtiger Punkt, denn ohne die Unterstützung meiner Eltern hätte ich das alles ganz sicher nicht so gut weggesteckt. Bei den 2 Zyklen BEACOPP war ich also jeweils 3 Tage im Krankenhaus und konnte am 3. Tag nach den Chemo Infusionen nach Hause gehen. An Tag 8 gab es dann nochmal eine kurze Chemo, welche ich aber ambulant gemacht habe.

Die ABVD Chemo ist etwas schwächer als BEACOPP und findet jeweils nur an Tag 1 und Tag 15 im Zyklus statt. Man hängt etwa 5 Stunden an den Infusionen und somit habe ich mich dazu entschlossen, diese Chemo ambulant in meiner Onkologie-Praxis zu machen. Auch hier durfte meine Mama zum Glück fast immer dabei sein und mich unterstützen (Beste Mama der Welt!!!).

Glücklicherweise habe ich bisher alle meine Chemotermine einhalten können, die Blutwerte waren immer in Ordnung und ich habe das Ganze meiner Meinung nach auch richtig gut gerockt. Eigentlich hätte ich diese Woche auch meine letzte Chemo gehabt, doch da kam leider etwas dazwischen. Was? Lest weiter…

 

 

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Meine Nebenwirkungen

 

Erstmal muss ich wirklich unglaublich dankbar sagen, dass ich von richtig schlimmen Nebenwirkungen im Verlauf meiner Chemotherapie verschont wurde. Ich habe mir das Ganze anfangs VIEL schlimmer vorgestellt, doch eigentlich war jetzt rückblickend alles wirklich machbar. Es gab viele gute Tage, aber auch ein paar Schlechte. Doch das ist auch vollkommen OK und man lernt schnell, damit umzugehen. Ich bin dennoch die ganze Zeit unglaublich positiv und zuversichtlich geblieben und glaube, das hat mir wortwörtlich auch wirklich den Arsch gerettet und mich alles so gut durchstehen lassen. Ich kann euch gleich sagen – eine Chemotherapie ist definitiv kein Spaziergang aber man kann es auch gut wegstecken und weiterhin mit einigen Einschränkungen seinen Alltag weiterleben! Das Ganze ist aber natürlich super individuell von Person zu Person – man kann sich im Vornherein also schon Blogs, Foren usw. durchlesen, doch glaubt mir: bei euch wird es definitiv nicht genauso ablaufen, wie bei Person XY. Daher habe ich auch irgendwann aufgehört, Horrorbeiträge von Krebspatienten zu lesen, da mir das Ganze einfach nur immer super viel Angst und schlechte Laune bereitet hat.

Hier mal meine bisherigen Nebenwirkungen, die alle mehr oder weniger schlimm waren (ich bin einfach happy, dass es mir größtenteils gut ging und ich „nur“ diese sanften Nebenwirkungen durchmachen musste):

 

  • geschwächtes Immunsystem
  • leichte Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Rücken- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit und Schlappheit
  • Rachenentzündungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Venenentzündungen
  • Haarausfall (Haare, Augenbrauen, Wimpern, Körperbehaarung)
  • Gewichtsabnahme
  • mögliche Unfruchtbarkeit

 

 

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Das sind jetzt doch einige Punkte, doch die meisten Symptome waren nach ein paar Tagen wieder verschwunden. Das geschwächte Immunsystem wurde nach jeder Chemotherapie mit einer sogenannten Leukozytenspritze gepusht. Daher kamen allerdings leider auch die starken Rücken- und Glieder- bzw. Knochenschmerzen. Man fühlte sich einfach ein bisschen wie mehrmals überfahren oder als wäre man 3 Tage am Stück einen Marathon gelaufen. Aber auch das war mit Schmerztabletten, viel Entspannung und Bewegung auszuhalten. Die Übelkeit habe ich super mit meinen „MCP-Tabletten“ in den Griff bekommen können, die mir vom Arzt verschrieben wurden. Meist hatte ich die Übelkeit und Appetitlosigkeit aber auch nur an und kurz nach den Chemotagen.

Auch die Müdigkeit und Schlappheit war meist nur um die Chemotherapie-Tage rum richtig schlimm. Viel Schlaf hat hier geholfen, ich habe dann meistens auch ein kleines Mittagsschläfchen eingelegt. Gönnt euch die Auszeit und Ruhe! Kopfschmerzen und Schwindel waren vor allem in den BEACOPP-Zyklen da, aber auch meist nur ein paar Stunden oder 1-2 Tage in Folge. Bei der ABVD Chemo hatte ich damit nie wirklich zu kämpfen.

Während meinen ersten 2 BEACOPP Chemos hatte ich zweimal eine leichte Rachenentzündung – leider werden durch die Chemo auch die Schleimhäute stark angegriffen, daher hat es mich auch erwischt. In diesem Video gebe ich euch aber auch einige Tipps, wie ihr generell die Nebenwirkungen und auch die Entzündungen von Schleimhäuten im Mund in den Griff bekommen könnt:

 

 

Zum Thema Haarausfall komme ich gleich nochmal in einem extra Punkt – das war aber die Nebenwirkung, bei der man optisch als Erstes gesehen hat, dass ich gerade eine Chemotherapie mache. Gewicht habe ich zwar auch abgenommen, das war für mich aber in dem Fall eher ein kleiner Pluspunkt, da ich die nervigen Lockdown Pfunde endlich losgeworden bin!;) Außerdem kann ich aktuell essen, was ich möchte und nehme nicht zu – JACKPOT!

 

Auch bezüglich der Unfruchtbarkeit habe ich schon ein ausführliches Video hochgeladen, in dem ich euch mitgenommen habe bei der Kryokonservierung meiner Eizellen. Diese Methode kann man vorsichtshalber vor der Chemotherapie durchführen, da eine Chemo leider unfruchtbar machen kann. Außerdem bekomme ich alle 4 Wochen eine Wechseljahrsspritze, durch die ich in die künstlichen Wechseljahre versetzt werde, um meine Eizellen zu schützen.

 

 

 

 

 

 

Haarverlust & Glatzenrasur

 

Das Thema, vor dem sich vielleicht viele vor einer Chemotherapie am Meisten fürchten – der Verlust der Haare und der Körperbehaarung. Auch ich hatte anfangs wirklich großen Respekt davor und konnte mir gar nicht vorstellen wie es sein wird, wenn ich keine Haare mehr auf dem Kopf trage. Ich mit Glatze? NO WAY! Doch leider fing es genau an Tag 10 an – ich fuhr mir durch die Haare und hatte auf einmal einen kleinen Büschel Haare inklusive Haarwurzel in der Hand. Und so ging es weiter – von Tag zu Tag sind mir immer mehr Haare ausgefallen, Bürsten und waschen konnte ich sie eigentlich gar nicht mehr. Irgendwann hatte ich dann einen richtigen kahlen Haaransatz und wollte nicht mehr – die Rasur musste ASAP stattfinden:

 

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Für mich war ganz klar, dass ich eine richtige „Haar-Party-Session“ aus der Sache machen möchte. Ich wollte mir auch anfangs die Haare selbst schneiden und rasieren, denn dieser Schritt war für mich mental enorm wichtig. So haben meine Eltern, meine Freundin Steffi und ich uns einen Nachmittag Zeit genommen und meine kleine persönliche Haarparty veranstaltet. Hier geht es zum Video:

 

 

Und ich sage euch wirklich mit 100% Ehrlichkeit: ES HAT SO SPAß GEMACHT! Wann schneidet man sich als Frau schonmal die Haare so kurz, geschweige denn eine Glatze? Ich bin auch definitiv der Meinung, dass mir die Kurzhaarfrisuren, die ich durchprobiert habe, definitiv besser stehen als der langweilige Longbob, den ich jahrelang getragen habe! Also Leute – traut euch ruhig! Rasiert euch die Haare selbst ab, das gibt euch ganz viel Stärke und Kraft und ich hoffe, ihr habt dabei genauso viel Spaß wie ich!

 

Wenn ihr euch nicht mit der Glatze vor die Tür traut (kann ich total nachvollziehen, es ist anfangs auch total komisch, wenn die Leute einen anstarren), dann gibt es natürlich auch noch die Option eine Perücke zu tragen. Ich habe mittlerweile eine große Auswahl – genau genommen 7 verschiedene Perücken – und liebe es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Alle meine Perücken haben Namen und mit jeder Perücke sehe ich direkt ganz anders aus! Natürlich gibt es auch bei Perücken große Unterschiede in Qualität und Preis – hier habe ich euch auch schon ein ausführliches YouTube Video gedreht:

 

 

Eine weitaus schlimmere Sache für mich: das Ausfallen der Wimpern und Augenbrauen! Das MUSS nicht bei euch passieren und scheint auch wieder bei jedem Menschen und vor allem auch bei jedem Chemotherapie Schema unterschiedlich zu sein. Mich hat es aber leider erwischt und meine Wimpern und Augenbrauen sind KOMPLETT ausgefallen. Ich war also eine Zeit lang richtig nackt im Gesicht und das war für mich echt richtig schlimm. Vor allem meine Augenbrauen zeichnen für mich einfach erst ein richtiges Gesicht und hätte echt heulen können, als mir von Tag zu Tag mehr Augenbrauen-Haare ausgefallen sind. Irgendwann habe ich es dann nicht mehr ausgehalten und habe mir Echthaar-Augenbrauen zum Kleben gekauft. Die Dinger sind zwar echt teuer aber jeden Cent wert, wenn ihr da genauso denkt wie ich! Die Augenbrauen haben mir ein tägliches Zeichnen der Augenbrauen erspart (war ich tatsächlich leider so GAR NICHT kann!) und sahen wirklich fast aus wie meine echten Augenbrauen! Auch Wimpern habe ich mir eine Zeit lang auf das Augenlid geklebt, doch meistens habe ich mich damit einfach nur verkleidet gefühlt. Mittlerweile wachsen sowohl die Augenbrauen, als auch Wimpern und Haare wieder schön nach und ganz bald bin ich bestimmt wieder „Die Alte Laura“! Can´t wait!

 

 

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Meine Kraft – Spender

 

Auch das verdient definitiv einen extra Punkt in diesem Blogpost: ohne meine Familie und engsten Freunde hätte ich diese ganze Sache wohl nicht so gerockt, wie ich es bisher getan habe. Vor allem meine Familie war für mich in dieser Zeit einfach ALLES und ich bin so dankbar, dass ich so tolle Eltern habe! Ich bin für meine Chemotherapie wieder nach Hause gezogen, denn ich wusste von Anfang an, dass ich das Ganze weder körperlich, noch mental alleine schaffen werde. Und ich bin jetzt im Nachhinein unglaublich froh darüber, denn meine Eltern waren in dieser Zeit wohl meine Kraftspender Nr. 1. Sie haben mich in allem unterstützt, mich überall hin gefahren, bei Arztterminen und bei meiner Chemotherapie begleitet, den Haushalt für mich miterledigt und waren einfach immer da, um mich in den Arm zu nehmen und meine mentale Stütze zu sein. Ich bin so dankbar, ich kann es euch gar nicht sagen!

Auch meine engsten Freunde waren in dieser Zeit immer für mich da – auch wenn es nur über tägliche Whatsapp Nachrichten, Memos oder Telefonate war. Durch mein geschwächtes Immunsystem konnte ich leider nicht so viele Menschen sehen, musste super vorsichtig sein und war auch nur zweimal kurz in Berlin, um dort meine Liebsten zu sehen. Doch gerade in solchen schweren Zeiten merkt man erst so richtig, wer immer für einen da ist. DANKE an alle aus meinem Umfeld, die in dieser crazy Zeit zu 100%  für mich da waren!

 

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Mein Esseverhalten

 

Hier möchte ich gar nicht groß ausschweifen, dann da scheint auch jeder Arzt eine etwas andere Meinung zu haben und Ratschläge zu geben. Mein Arzt ist zum Glück sehr entspannt und ich darf an sich alles essen, was mir gut tut, bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Ich esse beispielsweise aktuell keinen rohen Fisch wie Sushi, da man sich dort schnell eine Lebensmittelvergiftung einfangen kann. Ansonsten muss ich sagen, dass ich auch in dieser Zeit relativ normal weiter gegessen habe: ausgewogen, hauptsächlich pflanzlich und ohne Verzicht! Ich esse schon überwiegend gesund, um alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine reinzubekommen, doch ich gönne mir auch gerne mal etwas. Ich habe es richtig ausgenutzt, dass ich aktuell nicht zunehme, auch wenn ich mal eine Pizza und ein Eis als Dessert esse! Normalerweise setze ich schon 10kg an, wenn ich das Ganze nur sehe aber da die Chemotherapie so viel Energie verbrennt, nehme ich eher immer weiter ab.

 

 

Leider habe ich auch einiges an Muskelmasse verloren (die Krebszellen fressen nicht nur mein Fett, sondern auch meine Muskeln!) und daher versuche ich, etwas mehr Proteine als sonst zu essen. Mit veganem Proteinpulver und vielen Hülsenfrüchten geht das easy! Auch meinen sportlichen Alltag versuche ich so gut es geht durchzuziehen, um meinen Körper fit und gesund zu halten!

 

 

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Mein sportlicher Alltag mit Krebs

 

Sport während der Chemotherapie? Geht das überhaupt? NA KLAR! Ich bin super happy, dass ich schon so aktiv und fit in die Chemotherapie gestartet bin – da lohnt sich ein fitter und gesunder Lifestyle mal wieder! Ich denke nicht, dass ich das Ganze sonst so gut durchgezogen hätte und meine Motivation, auch während der Chemo Sport zu machen, bestimmt auch relativ low gewesen wäre. Ärzte empfehlen auch im Normalfall, dass man sich während der Chemotherapie ausreichend bewegt und so viel Sport macht, wie einem gut tut. Ich habe natürlich auch einen Gang runtergeschraubt und nicht so trainiert, wie ich es normalerweise mache. Ich trainiere mit weniger Gewicht und auch mit weniger Intensität – an manchen Tagen war ich relativ schwach, dann habe ich eben nur eine Runde Yoga oder Stretching gemacht. Auch Spaziergänge habe ich für mich wiederentdeckt und liebe es, mich nachmittags noch eine Runde um den Block zu bewegen.

Für mich ist der Sport nicht nur wichtig, um meinen Körper fit & aktiv zu halten, sondern auch um meinen Kopf frei zu bekommen. Ich sage immer „Der Sport ist für mich Medizin und Therapie in einem“. Nach einem ausgiebigen Workout oder auch nach einer Runde Yoga geht es mir IMMER besser und ich kann mir mittlerweile ein Leben ohne Sport gar nicht mehr vorstellen!

 

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Corona während der Chemotherapie

 

Ja Leute, das war auch der Grund, wieso ich meine letzte Chemo erstmal verschieben musste. Letzte Woche hat mir Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht! Ich war schon seit einigen Tagen richtig schlapp und müde und schleppte auch meinen Schnupfen schon einige Zeit so mit mir mit. Da ich ja mitten in der Chemo steckte, habe ich auch alle Symptome direkt auf die Chemotherapie geschoben. Bis dann letzten Samstag auf einmal mein Geruch und Geschmack von null auf plötzlich verschwanden. Da klingelten bei mir die Alarmglocken und ich habe direkt einen Corona Schnelltest gemacht: POSITIV!

Ich bin dann direkt super aufgelöst zu meinen Eltern gelaufen und habe geheult wie ein Schlosshund, da ja am Mittwoch meine letzte Chemo bevorstand und ich direkt wusste, dass diese nun verschoben werden musste. Ich hatte auch direkt ein richtiges Panikgefühl in mir, da es mir zwar an sich wieder relativ gut ging, doch ich sah mich irgendwie schon mit Schläuchen auf der Intensivstation liegen. Mit Krebs zähle ich ja leider auch zu der Risikogruppe im Zusammenhang mit Corona und damit ist definitiv nicht zu spaßen. Ich habe direkt nochmal einen Schnelltest gemacht, der dann ebenfalls positiv war. Somit war die Sache ja eigentlich klar…

 

Zum Glück hatte ich die Handynummer von meinem Onkologen und habe ihn direkt angerufen. Er meinte, ich soll mich einfach ausruhen und entspannen und am Montag zum PCR Test vorbei kommen. Gesagt, getan. Meine Eltern haben mich dann zur Praxis gefahren und wir haben einen „Auto-Corona-Test“ durchgeführt, da ich die Praxis ja nicht betreten durfte. Natürlich bin ich seit Samstag dann auch brav zuhause geblieben und habe mich in Quarantäne begeben. Am Mittwoch war dann das Ergebnis da: NEGATIV! Ich verstand gar nichts mehr. Mein Onkologe meinte allerdings, dass ich mit ziemlicher Sicherheit Corona hatte und mittlerweile einfach schon durch war. Ich bin die letzten Tage trotzdem sicherheitshalber zuhause geblieben, habe mich ausgeruht und wollte ja auch niemand anderen anstecken (meine Eltern hat es allerdings leider auch erwischt – ein paar Tage später war ihr Corona Test positiv).

Glücklicherweise habe ich die ganze Sache relativ gut überstanden – mittlerweile habe ich „nur“ noch Schnupfen und bin auch laut Schnelltest wieder negativ. Morgen werde ich dennoch bei meinem Arzt anrufen und nachfragen, ob ich nicht nochmal einen PCR Test machen soll (sicher ist sicher) und wie es mit meiner letzten Chemo weitergehen soll… Ihr wollt auf dem Laufenden bleiben? Dann folgt mir am Besten mal bei Instagram, da nehme ich euch regelmäßig mit und gebe euch Life Updates!

 

 

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